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[09.09.2009] Medigene: Grünes Licht für Grüne-Tee-Salbe
Genitalwarzen – und da soll grüner Tee helfen? Ja, glaubt
das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das die Medigene-Salbe
Veregen für die Vermarktung in Deutschland zugelassen hat. Der TecDax-Titel
reagiert mit einem Freudensprung.
Zu Handelsauftakt geht es für die Medigene-Aktie um bis zu 6,9 Prozent auf 5,10 Euro nach oben. Damit setzt die Medigene-Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend fort, der allerdings vergleichsweise schlapp ausfiel: Binnen Halbjahresfrist ging es für den Titel \"nur\" um 35 Prozent nach oben, während der TecDax im gleichen Zeitraum Kursgewinne von 70 Prozent einfuhr. Zulassung keine große Überraschung Mit dem heutigen Kurssprung reagiert die Medigene-Aktie auf die Zulassung seiner Veregen-Salbe in Deutschland. Dabei kommt die behördliche Genehmigung keineswegs völlig überraschend. Schließlich hatte Medigene bereits im Juli mitgeteilt, der Zulassungsantrag für Veregen sei von den zuständigen Behörden in Deutschland, Österreich und Spanien in einem dezentralen Zulassungsverfahren positiv bewertet worden. Mit dieser verbindlichen Entscheidung sei gesichert, dass die formalen Marktzulassungen in den nächsten Monaten erfolgen würden, hieß es damals. Deutsche Genehmigung als Referenz Die Zulassung in Deutschland soll dabei als Grundlage für die Beantragung weiterer Zulassungen in Europa dienen, teilte Medigene am Mittwoch in Martinsried bei München mit. Mit der Genehmigung der Behörden in Österreich und in Spanien rechnet das Unternehmen in den nächsten Monaten. Medigene will das Mittel in Deutschland und anderen Ländern Europas mit Hilfe von Vertriebspartnern anbieten. In den USA ist die Salbe bereits auf dem Markt und wird von Nycomed vermarktet. Noch mehr Mittel in der Pipeline Veregen dient der Behandlung von Genitalwarzen und enthält nach Unternehmensangaben einen \"definierten Extrakt aus grünem Tee\". Es ist das erste eigenständig von Medigene entwickelte und für die Zulassung vorbereitete Medikament. Die Biotechfirma hatte bereits vor einigen Jahren das Prostatakrebs-Medikament Eligard von einer US-Firma einlizenziert und in Deutschland auf den Markt gebracht. Darüber hinaus hat das Unternehmen mehrere Medikamentenkandidaten in der klinischen Entwicklung, darunter das Krebsmittel Endotag. www.tagesschau.de |
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