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[12.09.2009]

Fortschritte bei Mercks MS-Tablette


Die Zulassung für einen neuen Blockbuster von Merck rückt näher. Der Pharma- und Chemiekonzern hat erfreulich positive Daten zu seinem Mittel gegen Multiple Sklerose (MS) vermeldet. Die Anleger freut\'s.
 

Die Analyse einer Phase-III-Studie habe gezeigt, dass das Mittel Cladribin die Krankheitsaktivität bremst. Die kurzzeitige Behandlung mit der Tablette schlug bei fast der Hälfte der MS-Patienten positiv an. Rund 44 Prozent von ihnen hatten keine Beschwerden.

Weitere Zulassungsanträge geplant
Die Darmstädter hoffen auf ein baldiges grünes Licht für die MS-Tablette. Im Juli hatte Merck einen Antrag auf Marktzulassung bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA eingereicht. Im dritten Quartal sollen weitere Anträge in anderen Ländern, darunter den USA, gestellt werden.

Cladribin zählt zu den großen Hoffnungsträgern des Konzerns. Analysten trauen dem Medikament Umsätze von 500 Millionen bis 1,8 Milliarden Euro zu. Ab einer Milliarde Dollar spricht man von einem Blockbuster.

Wirksamere Alternative zu Rebif?
Bisher hat Merck mit Rebif bereits ein Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose. Es ist das umsatzstärkste Produkt der Pharmasparte des Dax-Konzerns. Nach Einschätzung von Analysten ist Cladribin noch wirksamer als Rebif. Es wäre das erste Mittel zur Bekämpfung von Multipler Sklerose, das oral verabreicht wird. Alle bislang für die Behandlung von MS zugelassenen Medikamente werden per Injektion angewandt.

Multiple Sklerose ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bis zu 2,5 Millionen Menschen leiden daran. Die Zahl dürfte in Zukunft weiter steigen.

Aktie steigt
Die positiven Studiendaten zu Cladribin kamen an der Börse gut an. Die Merck-Aktie klettert am Freitag um über zwei Prozent auf 67,73 Euro. Der Dax-Titel hat seit Jahresbeginn nur minimal zugelegt. Seit einer Woche befindet sich die Aktie aber wieder im Aufwind. Sie gewann rund zehn Prozent.
nb
 


www.tagesschau.de

 
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