Monheim, 17. September
2009 – Bayer CropScience beschleunigt den Ausbau
seines Biotech- und Saatgutgeschäftes. Nach dem Rekordjahr 2008 setzt das
Unternehmen auf weitere Expansion und will in den kommenden Jahren das
wachstumsstarke Geschäft mit Saatgut und Pflanzenmerkmalen systematisch
ausbauen. Der Umsatz im Segment BioScience soll bis zum Jahr 2018 auf rund 1,4
Milliarden Euro mehr als verdreifacht werden. „Das Unternehmen plant dazu, bis
2018 rund 3,5 Milliarden Euro in Forschung und Infrastruktur für das Biotech-
und Saatgutgeschäft zu investieren – mögliche Zukäufe sind in dieser Summe noch
nicht enthalten“, sagte Professor Dr. Dr. h.c. Friedrich Berschauer,
Vorstandsvorsitzender der Bayer CropScience AG, im Rahmen der
Jahrespressekonferenz des Unternehmens.
Ziel des Unternehmens ist es, der Partner erster Wahl für
Landwirte weltweit zu sein und „innovative und nachhaltige Lösungen von der
Aussaat bis zur Ernte“ anzubieten, erläuterte Berschauer die Ausrichtung des
Unternehmens. Dazu will Bayer CropScience seine Rolle als führender Anbieter
innovativer Technologien in allen Geschäftssegmenten weiter stärken, sein
Portfolio strategisch ausweiten sowie das Geschäft in den schnell wachsenden
Schwellenmärkten nachhaltig ausdehnen. Die Wachstumsstrategie ruht auf drei
Säulen: dem chemischen Pflanzenschutz, den Pflanzenmerkmalen – den so genannten
Traits – und qualitativ hochwertigem Saatgut. Berschauer: „Wir entwickeln uns
vom klassischen Pflanzenschutzanbieter zu einem Anbieter integrierter Lösungen
für die Landwirte, die nicht nur Produkte, sondern auch Technologien und
Services beinhalten.“
Gut gefüllte
Agrarchemie-Forschungspipeline
Im klassischen
Pflanzenschutz sieht sich Bayer CropScience als weltweiter Innovationsführer
hervorragend aufgestellt. Hier hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, in den
Jahren 2008 bis 2012 zehn neue Pflanzenschutzwirkstoffe mit einem
Spitzenumsatzpotenzial von insgesamt mehr als 1,25 Milliarden Euro auf den Markt
zu bringen – bisher war ein Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro in Aussicht
gestellt worden. Nach der erfolgreichen Markteinführung des Insektizids
Spirotetramat und des Herbizids Pyrasulfotole im Jahr 2008 wird in diesem Jahr
diese Erfolgsbilanz mit dem neuen Herbizid Thiencarbazone-Methyl in Verbindung
mit dem Safener Cyprosulfamide fortgesetzt. In den Jahren 2010 und 2011 sollen
drei Fungizide – Fluopyram, Bixafen und Isotianil – in den Markt eingeführt
werden. Darüber hinaus befinden sich drei weitere Kandidaten, darunter auch ein
biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel, in einem fortgeschrittenen
Entwicklungsstadium.
Mit
Pflanzenbiotechnologie zur Produktivitätssteigerung
beitragen
Im Segment BioScience hat Bayer
CropScience in seinen vier bisherigen Kernkulturen Raps, Reis, Baumwolle und
Gemüse weltweit starke Positionen erreicht. In den kommenden Jahren soll das
Portfolio regional weiter ausgebaut und über die bisherigen Kulturen hinaus
erweitert werden. So hat das Unternehmen die Forschung an verbesserten
Getreidesorten aufgenommen. Ziele sind hier wie auch in anderen Kulturen unter
anderem eine Erhöhung der Erträge und eine verbesserte Widerstandsfähigkeit
gegen widrige Witterungsbedingungen. Verstärkt in den Forschungsfokus des
Unternehmens rückt auch die Sojabohne.
Bayer
CropScience investiert momentan rund 27 Prozent vom Umsatz in die Entwicklung
neuer Produkte im Bereich BioScience – ein Spitzenwert in der Branche in Punkto
Forschungsintensität. Insgesamt verfolgen knapp 1.000 BioScience-Forscher und
-züchter derzeit mehr als 50 Projekte.
Verstärkt
wird die unternehmenseigene Forschung durch eine Reihe von Kooperationen: Im
laufenden Jahr wurden mehr als zehn Allianzen mit öffentlichen und privaten
Forschungseinrichtungen vereinbart. So arbeitet Bayer CropScience seit Juli
gemeinsam mit einem der weltweit führenden Forschungsinstitute im Agrarsektor an
neuen Weizensorten. Zudem wird das weltweite Netzwerk eigener
Forschungsstandorte sukzessive ausgebaut.
„Derzeit sind wir etwa in einem Viertel des Marktes für Saatgut und
Pflanzeneigenschaften aktiv. Künftig wollen wir mit einem erweiterten Portfolio
für knapp die Hälfte dieses Marktes Produkte anbieten“, sagte Dr. Joachim
Schneider, Leiter des Geschäftsbereichs BioScience. „Auf diese Weise wollen wir
im Geschäftsbereich BioScience in den kommenden Jahren etwa doppelt so schnell
wachsen wie der Gesamtmarkt.“ Bis zum Jahr 2018 soll der Umsatz von 452
Millionen Euro (2008) auf rund 1,4 Milliarden Euro zulegen. Über
Auslizenzierungen seiner Technologien an andere Unternehmen will Bayer
CropScience seine Lösungen möglichst vielen Landwirten weltweit zur Verfügung
stellen. Allein die vier bisher geschlossenen Abkommen repräsentieren
aufsummiert ein Spitzenpotenzial für Lizenzeinnahmen in Höhe von über 500
Millionen Euro.
Gutes erstes Halbjahr –
verhaltener Start ins 3. Quartal 2009
Der
Umsatz des Bayer-Teilkonzerns stieg im 1. Halbjahr 2009 trotz den in einigen
wichtigen Anbauregionen ungünstigen Witterungsbedingungen währungsbereinigt um
4,8 Prozent auf 3.972 Millionen Euro (Vorjahr: 3.782 Millionen Euro). Der Umsatz
des Segments Crop Protection wuchs im ersten Halbjahr durch die gestiegene
Nachfrage nach Saatgutbehandlungsmitteln und Herbiziden um 4 Prozent auf 3.274
Millionen Euro. Wachstumstreiber in Nordamerika, Europa und Asien waren Produkte
auf Basis neuer Wirkstoffe. Die Fungizidumsätze waren in nahezu allen Regionen
aufgrund des geringeren Krankheitsbefalls rückläufig.
Das Segment Environmental Science hat sich mit einem Umsatz von 336
Millionen Euro stabil entwickelt. Im Geschäftsbereich BioScience erhöhte Bayer
CropScience den Umsatz auf 362 Millionen Euro – währungsbereinigt ein Plus von
18,8 Prozent. Dieses Wachstum resultierte im Wesentlichen aus Umsatzsteigerungen
bei Raps-/Canola-Saatgut in Nordamerika.
Nach
dem guten Verlauf der ersten sechs Monate war der Start in das 3. Quartal eher
verhalten. Neben rückläufigen Preisen für Weizen und Mais sowie ungünstigen
Witterungsbedingungen insbesondere in Europa und dem indischen Subkontinent
wirkten sich auch ein relativ später Saisonbeginn in Argentinien und eine
geringere Nachfrage in den USA auf den Geschäftsverlauf aus. „Vor diesem
Hintergrund halten wir aus aktueller Sicht die Erreichung unseres Zieles einer
bereinigten EBITDA-Marge von etwa 25 Prozent in diesem Jahr für ambitioniert“,
erläuterte Berschauer.
Über Bayer
CropScience
Bayer ist ein weltweit tätiges
Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und
hochwertige Materialien. Die Bayer CropScience AG zählt als Teilkonzern der
Bayer AG mit einem Umsatz von 6,4 Milliarden Euro im Jahr 2008 zu den weltweit
führenden, innovativen Crop-Science-Unternehmen mit den Tätigkeitsbereichen
Pflanzenschutz, Schädlingsbekämpfung außerhalb der Landwirtschaft sowie Saatgut
und Pflanzen-Biotechnologie. Mit einer herausragenden Produktpalette bietet das
Unternehmen umfassenden Kundenservice für die moderne nachhaltige Landwirtschaft
sowie in nicht-landwirtschaftlichen Anwendungen. Bayer CropScience beschäftigt
mehr als 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 120 Ländern
vertreten.
Weitere Nachrichten zum Unternehmen
unter: www.presse.bayercropscience.com
Mehr Informationen finden Sie unter www.bayercropscience.com
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