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[22.10.2009] Amgen lässt eine gute, alte Tradition aufleben
Der weltgrößte Biotechkonzern Amgen hat ein überraschend positiv verlaufenes Quartal hinter sich. Vor diesem Hintergrund tat der US-Konzern das, was er bei solch erfreulichen Anlässen häufig zu tun pflegte. Amgen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr
weiter angehoben. 2009 sei mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 4,90
bis 5,05 US-Dollar zu rechnen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Thousand
Oaks mit. Erst bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal hatte das
Unternehmen seine EPS-Prognose von 4,55 bis 4,75 auf 4,80 bis 4,95 Dollar
angehoben. Analysten rechneten bisher mit einem EPS von 4,88 Dollar.
Beim Umsatz geht Amgen weiterhin davon aus, dass sich dieser in Richtung oberes Ende der unternehmenseigenen Prognose von 14,4 bis 14,8 Milliarden Dollar bewegt. Amgen scheffelt Milliarden Anlass für derlei Optimismus bot der Geschäftsverlauf im dritten Quartal zur Genüge. Zwar ging der Umsatz um zwei Prozent zurück auf 3,8 Milliarden Dollar und entsprach damit dem Marktkonsens. Vor allem beim Medikament Aranesp, das gegen Blutarmut eingesetzt wird, hielt der Umsatzrückgang an. Der Verkauf des Mittels ging um 19 Prozent auf 685 Millionen Dollar zurück. Doch beim Gewinn konnte der Biotech-Konzern ordentlich auftrumpfen: Der Nettoüberschuss belief sich auf 1,12 Milliarden Dollar oder 1,49 Dollar je Aktie. Analysten hatten nur 1,27 Dollar auf ihren Zetteln. Enttäuschende Kursentwicklung Trotz der überraschend guten Zahlen und Prognosen büßte die Amgen-Aktie im nachbörslichen US-Handel rund drei Prozent ein und setzte damit den seit August 2009 andauernden Abwärtstrend fort. Auf Jahressicht notiert der Titel rund sieben Prozent im Minus. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum konnte der Technologieindex Nasdaq-Composite 35 Prozent zulegen, der marktbreite S&P 500 verbuchte immerhin Gewinne von 20 Prozent. Der Biotechriese musste zuletzt einige Rückschläge hinnehmen. Erst vor kurzem verweigerte die US-Zulassungsbehörde FDA dem Amgen-Osteoporose-Mittel Prolia vorerst den Markteintritt und forderte weitere Informationen an. Damit wird sich die Zulassung für Amgens Hoffnungsträger mindestens um einige Monate verschieben. ag
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