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[22.10.2009]
Pulsion vor Prognoseerhöhung
Gute Aussichten für die Medizintechnikfirma Pulsion: Das
Unternehmen stellt nach einem erfolgreichen Jahresverlauf eine Anhebung der
Jahresziele in Aussicht – die Anleger rissen sich um die Aktien.
Der Börsenwert von Pulsion erhöhte sich binnen eines Vormittags um mehr als
ein Fünftel, das Papier stieg um rund 22 Prozent. Auslöser für den Run waren
Aussagen des Finanzchefs Frank Posnanski, mit denen er die vorläufigen Zahlen,
die das Unternehmen am Donnerstag vorstellte, kommentierte: \"Wir werden
wahrscheinlich unsere Prognose für das laufende Jahr anheben\", teilte Posnanski
gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Der Grund für den
Optimismus: Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz im dritten Quartal von vier
Millionen Euro im Vorjahr um elf Prozent. Das Quartalsergebnis werde deutlich
positiv sein, nach einem Verlust im Vorjahresquartal von 0,2 Millionen Euro,
teilte Pulsion mit.
Es läuft zwar rund für Pulsion… Die operative Marge
(Ebit) liege nun zwischen 12 und 15 Prozent, hieß es. Damit nähere sich der
Hersteller von Intensivmedizintechnik seinem Zielkorridor, der eine operative
Rendite von 15 bis 20 Prozent vorsieht.
\"Operativ kann ich nicht
meckern, das hätte ich selbst nicht gedacht\", sagte der Vorstandschef. Das
nächste Quartal werde genauso laufen\", kündigte Posnanski an. \"Wir werden
wahrscheinlich unsere Prognose für das laufende Jahr anheben.\" Der Umsatz werde
wohl 28 Millionen Euro übersteigen, die Ebit-Marge zwischen zehn und elf Prozent
liegen.
Für das nächste Jahr sehe es bereits gut aus, sagte Posnanski.
Der US-Konzern GE integriere dann die Pulsion-Technik in sein
Patientenüberwachungssystem, ab dem vierten Quartal würden Lizenzgebühren
fließen. Zudem seien neue Produkte in Planung, die auch ein breiteres
Patientenportfolio ansprechen.
…aber noch nicht sorgenfrei Probleme mit dem Großaktionär Burkhard
Wittek trüben die Stimmung allerdings ein wenig ein. Der aktuelle Vorstand liegt
mit dem ehemaligen Aufsichtsratschef im Streit, da er als Interims-Chef von
Pulsion den übrigen Aktionären erfolglos ein Übernahmeangebot gemacht hat.
Pulsion empfahl den Eigentümern, die Offerte wegen des geringen Angebotspreises
abzulehnen, und trennte sich von Wittek. Der Großaktionär hält rund 30 Prozent
am Unternehmen.
Mit diesem Anteil verhindert er einem von Posnanski
angestrebten Verkauf von Pulsion an interessierte Finanzinvestoren wie EQT. Die
kommende, mehrfach verschobene Hauptversammlung werde aber endgültig Klarheit
bringen, kündigte der Finanzvorstand an.
ts
www.tagesschau.de
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