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[03.12.2009] Pharmaindustrie mit positiver Grundstimmung
Während der Maschinenbau und die Autobranche drastische
Einbrüche verzeichnen mussten, ist die Pharmaindustrie bisher relativ
unbeschadet durch die Krise gekommen. Das dürfte auch im kommenden Jahr so
bleiben. Doch die Freude ist verhalten.
Wolfgang Plischke, der Chef des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller
(VFA) erwartet 2010 mit stabilen und auch leicht steigenden Umsätzen. Das ist
zumindest das Ergebnis einer Umfrage unter den VFA- Mitgliedern. Danach erwartet
eine deutliche Mehrheit der befragten Firmen, 59,4 Prozent, konstante oder sogar
leicht zunehmende Erlöse. 18,8 Prozent hoffen sogar auf einen mittel bis stark
steigenden Umsatz. Sinkende Erlöse erwarteten dagegen 21,9 Prozent. Dies ist
allerdings mehr als vor einem Jahr als nur 12,5 Prozent der Firmen mit Einbußen
rechneten. Plischke sprach von einer anhaltend positiven Grundstimmung in der
Industrie. Dazu gehöre auch, dass 2010 etwa 49 Wirkstoffe in Deutschland neu
zugelassen werden könnten, im Vergleich zu bislang 33 in diesem Jahr.
Wacker geschlagen Plischke, der auch im Vorstand von Bayer sitzt, betonte, dass sich die Branche in diesen stürmischen Zeiten wacker geschlagen habe. Kurzarbeit wie in anderen Branchen habe es nicht gegeben. Auch das Exportgeschäft der Unternehmen läuft laut Plischke trotz der Krise weiter rund. Der Anteil der Pharmaexporte an den deutschen Gesamtexporten sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. \"Dieser Trend ist robust.\" Tatsächlich ist der Exportanteil von rund 36 Prozent im Jahr 1995 auf mehr als 56 Prozent im Jahr 2008 gestiegen. In der Rangfolge der Produktionsstandorte liegt Deutschland nach den USA, Japan und Frankreich an vierter Stelle. Auch hat 2009 der Anteil der klinischen Forschung in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren wegen der Entwicklungen in der Impfstoff-, Diabetes-, und Onkologieforschung zugenommen. Ausgaben für F&E gehen zurück 2010 dürften die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wieder zurückgehen. Während 2008 noch 43,8 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung der F&E-Aufwendungen geplant hatten, sind es laut Plischke in diesem Jahr weniger als ein Drittel. Dieser Prozentsatz wird im nächsten Jahr aller Voraussicht nach weiter sinken. 2008 beliefen sich die F&E-Ausgaben auf 4,84 Millarden Euro - ein Anstieg von rund sieben Prozent. Der Bayer-Manager sprach sich aus Wettbewerbsgründen für eine steuerliche Forschungsförderung wie in anderen europäischen Ländern aus. lg
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