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[13.01.2010]

Amgen rudert zurück


In San Francisco präsentiert sich in dieser Woche die Healthcare-Branche vor Investoren. Während Pharmakonzerne wie Pfizer Hoffnung verbreiten, enttäuscht die Biotech-Firma Amgen.
 

Amgen-Chef Kevin Sharer dämpfte die Gewinnerwartungen für seinen Konzern für 2009. Der Gewinn je Aktie (EPS) werde lediglich am unteren Ende der ausgegebenen Spanne von 4,90 bis 5,05 US-Dollar liegen, kündigte er auf der JP Morgan Healthcare Konferenz in San Francisco an. Damit dürfte er die meisten Analysten auf dem falschen Fuße erwischt haben. Sie hatten ein EPS von 5,04 Dollar erwartet.

Weniger Gewinn als prognostiziert
Beim Umsatz zeigte sich Sharer etwas optimistischer. Hier werde das mittlere Niveau der angepeilten 14,4 bis 14,8 Milliarden Dollar erreicht, prophezeite der Amgen-Chef. Die Analystenschätzungen liegen bei 14,7 Milliarden Dollar.

Auch zu den Perspektiven der Zulassung des möglichen Blockbusters Denosumab in den USA äußerte sich Sharer verhalten. Man arbeite eng mit der US-Arzneimittelaufsicht FDA zusammen, um deren Bedenken zu zerstreuen. Die FDA hatte im Oktober die Zulassung für das Osteoporose-Medikament verweigert und zusätzliche klinische Daten angefordert. In Europa hingegen hat das Mittel bereits grünes Licht erhalten. Amgen vermarktet dort das Medikament gemeinsam mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

Die Aktie gab am Dienstag an der Nasdaq um zwei Prozent nach und rutschte auf 55,81 Dollar. Am Donnerstag in einer Woche enthüllt Amgen die Jahreszahlen.
Tysabri wird zum Blockbuster für Biogen
Derweil gab es vielversprechende Nachrichten vom drittgrößten Biotech-Konzern der Welt Biogen aus San Francisco. Das Multiple-Sklerose-Medikament Tysabri hat sich zum Blockbuster entwickelt. Mit Tysabri sei 2009 mehr als eine Milliarde Dollar umgesetzt worden, gab Biogen bekannt. In den letzten Jahren hatte das US-Biotech-Unternehmen mehrere Rückschläge mit dem Hoffnungsmittel hinnehmen müssen. Das Medikament musste zeitweise vom Markt genommen werden, nachdem es mit einer tödlich verlaufenden Gehirn-Infektion in Zusammenhang gebracht worden war.

Pfizer hofft auf Prevnar 13
Neue Blockbuster-Hoffnungen verbreitet auch der Pharmariese Pfizer in San Francisco. Von der neuen Version seines Kinder-Impfstoffs Prevnar 13 verspricht sich Pfizer pro Jahr Umsätze von 1,5 Milliarden Euro. Prevnar 13 sei eines der vielversprechendsten Produkte von Pfizer, sagte Pharma-Chef Martin Mackay auf der Investorenkonferenz. Pfizer wartet derzeit auf die Zulassung des neuen Impfstoffs. Das Ursprungsmittel Prevnar befindet sich seit 2000 auf dem Markt und gehört mit einem Umsatz von drei Milliarden Dollar zu den wichtigsten Medikamenten des Konzerns.
nb


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