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[14.02.2010]

Bösartige Tumoren bei Kindern: Forscher identifizieren Gendefekt als Auslöser


zuletzt aktualisiert: 11.02.2010 - 14:27

Hamburg (RPO). Deutsche Forscher sind dem Verursacher hochaggressiver Tumoren bei Kindern auf die Spur gekommen: Durch Analyse der Tumoren zweier Geschwisterkinder konnten sie ein neues Gen identifizieren, dessen Defekte unmittelbar zum Wachstum der so genannten Rhabdoid-Tumoren führen.

Diese Krebsform ist noch nicht therapierbar. Das eue Gen mit dem Namen BRG1 spielt offensichtlich auch eine Rolle bei einigen Krebserkrankungen von Erwachsenen wie Lungen-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsen-Krebs.

Ihre Studie stellen die Wissenschaftler um Reinhard Schneppenheim vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachmagazin \"The American Journal of Human Genetics\" vor (doi:10.1016/j.ajhg.2010.01.013).

Die seltenen, aber sehr bösartigen Rhabdoid-Tumoren treten meist bereits im ersten Lebensjahr auf und sind mit den derzeitigen Therapien oft nicht heilbar. Die Experten gehen pro Jahr in Deutschland von 40 bis 50 betroffenen Kindern aus. Die Tumoren können im gesamten Körper wachsen und metastasieren enorm schnell.



www.rp-online.de

 
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